Erdungsmessung & Anlagenprüfung in Würzburg
Die Erdungsanlage einer Mittelspannungsstation ist ihre Lebensversicherung: Sie leitet Fehlerströme sicher in den Boden ab und schützt Menschen vor gefährlichen Berührungsspannungen. Die regelmäßige Erdungsmessung in Würzburg nach DIN VDE 0101 und DIN 18014 ist Pflicht – ein zu hoher Erdungswiderstand kann im Fehlerfall fatale Folgen haben.
Für Trafostationen, Schaltanlagen und Industriebetriebe in Würzburg, Schweinfurt und Ochsenfurt vermitteln wir Fachbetriebe, die Erdungsmessungen mit kalibrierten Messgeräten nach Erdungsmessverfahren durchführen.
Messumfang der Erdungsanlage
Die Prüfung der Erdungsanlage umfasst alle sicherheitsrelevanten Parameter:
- Erdungswiderstand (Ausbreitungswiderstand): Messung des Gesamtwiderstands der Erdungsanlage gegen das Erdreich – Grenzwert nach VDE 0101 abhängig vom Fehlerstrom und der zulässigen Berührungsspannung, typisch ≤ 2 Ω für MS-Stationen im globalen Erdungssystem
- Erdungsspannung / Schritt- und Berührungsspannung: Bei isolierten Erdungsanlagen – Messung der Spannungstrichterausbreitung im Fehlerfall
- Durchgangsmessung: Alle Erdungsverbindungen – von der Erdungsschiene im Schaltfeld über die Potentialausgleichsschiene zum Fundamenterder
- Potentialausgleich: Niederohmigkeit aller in die Station eingeführten metallenen Rohrleitungen, Kabeltragsysteme und Gebäudeteile
- Erdungsfahne und Tiefenerder: Übergangswiderstand messen – bei Korrosion oder mechanischer Beschädigung kann der Kontakt zum Erdreich verloren gehen
- Blitzschutzerdung: Wenn die Trafostation Teil des äußeren Blitzschutzsystems ist – Messung nach DIN EN 62305-3
Messverfahren
Die Erdungsmessung erfolgt mit genormten Methoden:
- 3-Punkt-Messverfahren (nach Wenner): Einschlagen von Hilfserdern in definierten Abständen – das Standardverfahren für Trafostationen mit zugänglichem umgebendem Erdreich
- Stromzangenmessung: Bei Maschenerdungsanlagen in Stahlbeton-Gebäuden in Würzburg – selektive Messung einzelner Erder ohne Trennung
- Frequenz-Messverfahren: Bei Beeinflussung durch Netzfrequenz-Ströme – Messung mit abweichender Messfrequenz (z. B. 128 Hz) zur Unterdrückung von 50-Hz-Störspannungen
Prüffristen und Dokumentation
Die VDE 0105-100 empfiehlt die Erdungsmessung im Turnus der wiederkehrenden Anlagenprüfung – alle vier Jahre. Veränderte Bodenbedingungen, Baumaßnahmen im Umfeld der Station oder Blitzeinschläge können eine außerplanmäßige Messung erforderlich machen. Unternehmen im Industriegebiet Würzburg-Ost und Würzburg-Heidingsfeld sollten die Erdungsmesswerte im Prüfbericht dokumentieren und mit Vorjahren vergleichen – ein Anstieg des Erdungswiderstands signalisiert Korrosion oder Austrocknung des Erdreichs.
Häufige Fragen zur Erdungsmessung
Wie oft muss eine Erdungsmessung durchgeführt werden? Im Rahmen der wiederkehrenden Anlagenprüfung nach VDE 0105-100 in der Regel alle vier Jahre – bei veränderten Bodenbedingungen oder Baumaßnahmen auch früher.
Welcher Erdungswiderstand ist zulässig? Der Grenzwert hängt vom Fehlerstrom und der zulässigen Berührungsspannung ab; für Mittelspannungsstationen im globalen Erdungssystem sind typischerweise ≤ 2 Ω anzustreben.
Was umfasst die Anlagenprüfung neben der Erdung? Neben der Erdungsmessung werden Durchgang, Potentialausgleich, Schritt- und Berührungsspannung sowie – bei Blitzschutzanlagen – die Blitzschutzerdung nach DIN EN 62305-3 geprüft.
Wer darf die Messung durchführen? Ausschließlich Fachbetriebe oder Sachkundige mit kalibrierten Messgeräten; wir vermitteln die Anfrage an entsprechende Spezialisten in Würzburg und Umgebung.
Anlage und Betrieb beschreiben – mögliche Prüfung vermitteln lassen.
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